Johannes Spannraft Kälbertränketechnik

Johannes Spannraft Bei einem Praktikum beim Besamungsverein Neustadt/Aisch im Verlauf meiner Ausbildung zum Agraringenieur in Weihenstephan, war ich viel auf Messen unterwegs. Dort lernte ich den für den Vertrieb von Milk Bar in Deutschland zuständigen Jürn Diers kennen. Anfangs war ich sehr skeptisch bezüglich der Wirkungen, die der Milk Bar Nuckel verspricht. Zudem konnte ich mir nicht vorstellen, das dieses System, bei dem mehrere Kälber mit einem Eimer getränkt werden in kleinen Betriebsstruckturen funktioniert, wie sie in Bayern vorherrschen.  Bei langwierigen Diskussionen konnte er mir das System dennoch schmackhaft machen. So kam es, dass ich das System auf meinem elterlichen Betrieb mit einer 50 köpfigen Fleckviehherde ausprobierte. Dazu besorgte ich mir mehrere Einzeleimer und eine 6er Milk Bar.

Da ich mit 50 Kühen keine 6er Gruppen mit annähernd gleich alten Kälbern bekomme, versah ich die 6er Milk Bar mit zwei Blindstopfen, damit ich vierer Gruppen bilden konnte. Dies erweist sich bei der Kuhzahl bis heute als sehr sinnvoll. Nach dem ersten Durchgang war zu erkennen, dass die Kälber nicht auseinander gewachsen sind. Zudem waren kaum mehr Kälber dabei, die sich gegenseitig Besaugt haben. Einen großen Vorteil des Gruppentränkeeimers sah ich auch dabei, dass die Gier und der Konkurenzdruck zwischen den Kälbern dazu führt, dass die Kälber nach dem austrinken der Milch an dem Eimer weiternuckeln und sich nicht gegenseitig Nabel und Euteranlage besaugen. Nach mehreren Durchgängen nahm ich zudem die Verkaufsgewichte der männlichen Kälber mit ca. 6 Wochen unter die Lupe. Hier ist zu erkennen, dass die mit der Milk Bar aufgezogenen Kälber im Schnitt um 2 bis 4 kg schwerer sind.

Hof in Bayern

Im Laufe der Zeit machte ich zudem die Erfahrung, dass neugeborene Kälber, die von Anfang an mit dem Milk Bar Nuckel gefüttert werden, in der ersten Lebenswoche weit mehr Milch vertragen als mit herkömmlichen Nuckeln getränkte Kälber. Dies deutet für mich darauf hin, dass die langsame Milchaufnahme und die intensive Einspeichelung extrem wichtig sind für eine störungsfreie Verdauung. Nachdem im Fernsehen in der Sendung ‚Unser Land‘ ein Bericht über eine Diplomarbeit, die die Wirkung der Milk Bar auf das gegenseitige Besaugen untersuchte, ausgestrahlt wurde, kamen vermehrt Anfragen aus Bayern. Darauf hin wurde mir angeboten den Vertrieb für Milk Bar Produkte in Bayern in die Hand zu nehmen. Da ich selbst überzeugt bin von dem System und zudem nach dem Studium bis zur Übernahme des elterlichen Betriebes noch Zeit dafür aufbringen kann, habe ich mich dessen angenommen.


Johannes Spannraft

www.milk-bar-bayern.de